Werkstattverfahren Gründungsviertel Lübeck

Die Hansestadt Lübeck steht vor der Aufgabe, das im historischen Stadtkern liegende sog. Gründungsviertel fast vollständig neu zu beplanen. Besondere Anforderungen sind sowohl durch den Status als UNESCO-Kulturerbe als auch durch die vorhandenen Ausgrabungsergebnisse vor Ort gegeben. Die nach dem Krieg dort entstandenen Schulen sind verlagert. Mit dem umfassenden Beteiligungsverfahren sollen zum einen Experten aus der Lübecker Wirtschaft und Fachverbände sowie mögliche Interessenten und die Lübecker Bürgerschaft in die Gestaltung einbezogen werden. Möglichst früh im Planungsprozess sollte hier ein Konsens über die Grundsätze zur Neuordnung des Gründungsviertels hergestellt werden. Basierend auf den Ergebnissen wurde die Rahmen- und Bebauungsplanung eingeleitet.

Kernstück der Bürgerbeteiligung war eine ganztägige Planungswerkstatt. Nach Erläuterung und Diskussion des historischen Kontextes und der bisherigen Planungsvorstellungen erarbeiteten die Teilnehmenden in 12 Gruppen unterschiedliche Szenarien und Anforderungsprofile an die weitere Planung. Schwerpunkte dabei waren Zielgruppenfindung der Wohnbebauung, Anforderungen an die soziale Infrastruktur, Verkehrsfragen und Fragen zur Gestaltung und Dichte der Bebauung im historischen Kontext.

Mehr Informationen auf der stadteigenen Website zum Projekt Gründungsviertel.