Nachbarschaftszentrum “Elbschloss an der Bille”

Im Osterbrookviertel wurde das Bürogebäude der Baugenossenschaft freier Gewerkschafter (BGFG) zu dem Nachbarschaftszentrum “Elbschloss an der Bille” umgenutzt.

raum + prozess begleitete die Projektentwicklung und moderierte die Entwicklung eines Träger- und Nutzungskonzeptes für diese Gemeinschaftseinrichtung, die mit Generationen übergreifenden Angeboten das Quartier belebt. Mit dem Projekt gelang der Einstieg in die geförderte Quartiersentwicklung für das Osterbrookviertel, zunächst als Themengebiet der aktiven Stadtteilentwicklung und später im Rahmenprogramm der Integrierten Stadtteilentwicklung.
In diesem Rahmen war das Projekt Schlüsselprojekt für “eine neue Mitte für den Osterbrook”.

Das Projekt wurde als Modellvorhaben in das ExWoSt-Forschungsfeld “Innovationen für familien- und altengerechte Stadtquartiere” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) aufgenommen. Neben der Moderation des Beteiligungs- und Kommunikationsprozesses leistete raum + prozess die wissenschaftliche Auswertung und Berichterstattung gegenüber dem BBR.

Der Beteiligungsprozess im Osterbrookviertel wurde in enger Abstimmung mit der Projektleitung und dem Sozialmanagement der BGFG auf mehreren Ebenen entwickelt. Eine besondere Bedeutung hatten Multiplikatoren, Träger und Akteure, die sich bereits für das Quartier engagieren und die im Rahmen der Kooperationsrunde an der Projektentwicklung teilhaben. Darüber hinaus wurden die Bewohnerinnen und Bewohner, aufbauend auf die Ergebnisse einer Milieustudie von raum + prozess mit einer Befragung aller Haushalte im Quartier, im Rahmen mehrerer Veranstaltungen kontinuierlich in den Prozess mit einbezogen. Mit einem eigens konzipierten Projekt “Streetlife” wurden auch Jugendliche gezielt in die Entwicklung in und um das Nachbarschaftszentrum einbezogen.

Im Auftrag der Baugenossenschaft freier Gewerkschafter eG (BGFG), 2006-2011.